Tag der Bundeswehr: Transall konnte nicht starten

ZerbrochenesGewehr Wir hatten langfristig zum 2. Offenen Kriegsatelier eingeladen mit Blockaden der Eingänge zum Drohnen- und Tornadostandort Das Plakatspalier, an dem die Busse mit den Besuchern zum „Tag der Bundeswehr“ vorbei gefahren wurde, hatte gute Wirkung: ganze zwei Bundeswehrfans, die uns den Stinkefinger zeigten, erstaunlich wenig, die Mehrheit war wohl auf sich selbst zurückgeworfen. Die Straße blockieren machten wir gar nicht selber, das erledigte ein Rüsselwagen mit Rückstau auf die B77 Das zerbrochene Gewehr, das beim ersten Offenen Kriegsatelier 2018 während der Blockade des Südtores hergestellt wurde, war wieder mit dabei. Vor dem „Drohnenbildschirm“ machten vier Frauen eine szenische Lesung aus Peter Grants „Am Boden“, das den Arbeitsalltag einer Drohnenpilotin beschreibt. Die Lesung wurde als Video aufgezeichnet. Lesegruppe Der Künstler Knut Andresen, dessen aktuelle Ausstellung noch im Ausstellungsraum der Husumer Stadtbücherei zu sehen ist, brachte eigene Bilder mit. KnutHinten Hier: „Lass Dich nicht zum Mörder machen“ Peter und Marco hatten einen Kriegs –Schau – Platz gestaltet, in das das Ausstellungsobjekt der Bundeswehr mit integriert wurde. Vor dem Fußgängereingang informierten wir über die Aktivitäten des Drohnen- und Tornadostandortes und verteilten viele Flugblätter „Bundeswehr – gefährlich, sinnlos, teuer“ Auf die geplanten den Straßenverkehr blockierenden Pflastermalereien auf den Zufahrtsstraßen zum Standort haben wir verzichtet. Dafür mußte die Bundeswehr auf Formationsflüge verzichten. Bezüglich der geplanten Blockaden wurde uns die Auflage erteilt, daß Haptwache, Südwache und alle „Crashtore“ freizuhalten seien, da sonst das Rettungskonzept der Bundeswehr für den Fall eines Massenanfalls von Verletzten nicht gewährleistet sei. Vor der Veranstaltung hatten wir geschrieben: Wir wollen das Rettungskonzept nicht behindern, werden deshalb auch keine Rechtsmittel gegen die Auflagen der Ordnungsverwaltung einlegen. Wir erwarten aber von der Ordnungsverwaltung, daß sie zur Verhinderung eines Massenanfalls der Bundes-wehr die Auflage erteilt, daß die Flugzeuge am Boden bleiben, solange Publikum auf dem Standort ist. Dieses hatten wir vorher auf unsere Seite www.bundeswehrabschaffen.de gestellt, die offenbar auch von Verwaltungsmenschen und Juristen aufmerksam gelesen wird, die dann gehandelt haben. Wir hatten dort auch den Schriftwechsel mit dem Kreis Schleswig-Flensburg dokumentiert. In Folge unserer Warnung blieben zwar nicht alle, aber die meisten Flieger am Boden, es durfte immer nur ein Flugzeug zur Zeit in der Luft sein, damit sie nicht zusammenstoßen können. Als die Bundeswehr versuchte, diese Auflage dadurch zu unterlaufen, daß zwei Tornados durch ein Seil verbunden starten wollten, wurde das sofort unterbunden und die dritte Präsentation fliegender Flugzeuge fiel ganz aus. Auch die in Jagel stationierte Heron-Drohne musste am Boden bleiben. TransallBoden Erst zum Abschluß des „Tag der Bundeswehr“ hob die Transall ab. Eine Bewohnerin von Jagel teilte mit, daß an diesem Tag weniger Flugbetrieb gewesen sei als an Übungstagen.

Bundeswehr muss nicht sein...

Aktion beim Lauf zwischen den Meeren am Fliegerhorst Jagel am 25.5.2019

Am 25.5.19 waren wir wieder am Bundeswehrfliegerhorst Jagel zu ner Aktion. Von der dortigen Luftwaffeneinheit werden Spionagetornados über dem Irak und Syrien sowie Großdrohnen über Afghanistan und Mali bedient. Dieses mal waren Tausende am Fliegerhorst, denn es war wieder „Lauf zwischen den Meeren“. 10 mal 10 km von Husum nach Damp - von der Nordseeküste an den Ostseestrand quer durch Schleswig-Holstein. Ca 800 Team mit je 10 LäuferInnen. Das Besondere: Eine Strecke führt über die längste Rollbahn des Bundeswehrfliegerhorstes Jagel. Die Bundeswehr nutz dieses Event für Reklame. Mehrere Bundeswehrteams liefen mit. Wir waren mit einem Team der DFG-VK dabei, auf den Laufhemden unser Motto "Frieden schaffen ohne Waffen". Auf dem Foto Gottfried aus Kiel beim Einlaufen am Wechselpunkt am Haupteingang des Fliegerhorstes. Er hat nicht nur den Staffelstab, sondern auch unser Mott „Friede schaffen ohne Waffen über die Rollbahn getragen. 6 km entfernt, auf der anderen Seite des Fliegerhorstes standen zwei Kriegsgegner aus Dithmarschen mit dem Transparent „KRIEG BEGINNT HIER“ und begrüßten alle LäuferInnen – 2 sind ja nur ne Meinungsäußerung und keine Kundgebung. Viele der Läuferinnen signalisierten Zustimmung, berichteten sie später. Am Haupttor hatten wir den Zaun des Fliegerhorstes mit unserer „Bandenwerbung“ verziert – unübersehbar für Läufer- und ZuschauerInnen. Am Infostand gab es Gespräche mit wartenden LäuferInnen und Fans der Teams. 12 Liter Kaffee und Tee sowie leckerer Kuchen gingen gegen Spende über unseren Infostand – denn den Lauf finden wir gut, nur die Bundeswehr nicht. Die Zufahrtstraße hatten wir mit Plakaten und Fahnen geschmückt – unsere „Bandenwerbung war eindeutig besser, als die der Bundeswehr. Mit nur 25 Aktiven, hauptsächlich aus unserem DFG-VK Landesverband, waren wir auf dem Lauf sehr präsent. Früh am Morgen ging es für viele los, der Aufbau in Jagel begann um 8:30 Uhr, der Lauf in Husum um 9. – Da mussten wir aber erst einmal hin kommen. Am Zielpunkt im hässlichen Ostseebad Damp hatten die FlensburgerInnen ab 10 Uhr einen gut sichtbaren Infostand aufgebaut. Als in Jagel alle LäuferInnen durch waren, und wir abgebaut hatten, ging es über einen Umweg nach Damp um unser Team beim Zieleinlauf zu unterstützen. Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei, interessierte LäuferInnen können sich unter jan@bundeswehrabschaffen.de melden.